Ex-Azzurri-Trainer Roberto Mancini bereut Saudi-Arabien-Wechsel

Das Wichtigste in Kürze
- Roberto Mancini war von Sommer 2023 bis Herbst 2024 saudischer Nationaltrainer.
- Für den Posten in der Wüste verliess der 60-Jährige das Trainer-Amt in Italien.
- Den Wechsel bereut der Europameister-Trainer von 2021 im Rückblick.
Im Sommer 2021 führte Roberto Mancini die italienische Nationalmannschaft überraschend zum Europameistertitel. Es war der Höhepunkt seiner fünf Jahre währenden Amtszeit bei der Squadra Azzurra.
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Zwei Jahre später erklärte der heute 60-Jährige dann seinen plötzlichen Rücktritt als Nationaltrainer. Zwei Wochen nach seinem Abschied hatte der Ex-Profi einen neuen Arbeitgeber gefunden: Das saudi-arabische Nationalteam.
Wechsel nach Saudi-Arabien wird zur Enttäuschung
Es war eine Entscheidung, die nach hinten losgehen sollte. Gerade einmal 14 Monate lang stand Mancini an der Seitenlinie von Saudi-Arabien. Sieben Siege aus 18 Spielen, nur Rang vier in der WM-Quali, das Achtelfinal-Out am Asien-Cup. Im Oktober endete das Abenteuer.

Gegenüber dem italienischen Nachrichtenprogramm «TG1» spricht der 60-Jährige nun offen über den Wechsel nach Saudi-Arabien. Und dabei gibt er sich brutal ehrlich: «Ich würde diese Entscheidung nicht wieder treffen», gibt Mancini zu.
Die italienische Nationalmannschaft sei technisch und fussballerisch «die höchste Stufe des Traineramtes» gewesen. «Es ist eine Rolle, die ich wirklich schätze. Nein, ich würde mich nicht wieder für denselben Weg entscheiden», so Mancini.
Nicht nur aus finanziellen Gründen in die Wüste?
In Saudi-Arabien habe es einfach nicht gepasst – «beide Seiten waren unglücklich», bilanziert der Italiener. Dass er nur aus finanziellen Gründen in die Wüste gegangen sei, will Mancini aber nicht auf sich sitzen lassen. «Das sind alles Lügen», sagte er darüber schon einmal.

Und auch jetzt will er diese Anschuldigungen nicht einfach hinnehmen. «Meine Geschichte spricht für sich. Diejenigen, die mit meinem Werdegang nicht vertraut sind, können einen Blick zurückwerfen und sich dann ihre Meinungen bilden.»