Das Al-Ahli-Spital im Gazastreifen wurde im Israel-Krieg von einer Rakete getroffen. Ein palästinensischer Sprecher beschreibt nun die Szenen in der Klinik.
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Ein Arzt sitz vor dem von einer Rakete getroffenen Al-Ahli-Spital im Gazastreifen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Rakete hat am Dienstagabend das Al-Ahli-Spital im Gazastreifen getroffen.
  • Israel und die Hamas schieben sich gegenseitig die Schuld zu.
  • Laut palästinensischem Gesundheitsministerium wurden viele Kinder und Frauen getroffen.
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Der Israel-Krieg ist um ein trauriges Kapitel reicher: Am Dienstagabend ist bei einem Luftangriff eine Rakete im Al-Ahli-Spital im Gazastreifen eingeschlagen. Die radikalislamische Hamas und die israelische Regierung schieben sich gegenseitig die Schuld für den Raketeneinschlag zu.

Das genaue Ausmass der Zerstörung ist noch nicht bekannt. Ein britisch-palästinensischer Arzt, der zum Zeitpunkt des Vorfalls im Spital gearbeitet hat, sagt, das Dach sei eingestürzt, überall liege Glas. Er bestätigt gegenüber BBC, dass viele Menschen dort Zuflucht gesucht hätten.

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Blick auf das von einer Rakete getroffene Al-Ahli-Spital im Gazastreifen.
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Palästinensische Ärzte suchen am 17. Oktober 2023 nach einem Luftangriff in Gaza-Stadt nach Leichen und Überlebenden in den Trümmern des Al-Ahli-Spitals.
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Blick auf die komplett zerstörten Autos vor dem Al-Ahli-Spital in Gaza-Stadt nach dem Raketen-Einschlag vom 17. Oktober.
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Laut palästinensischem Gesundheitsministerium müssten die Ärzte in den Gängen und am Boden operieren.
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Viele Kinder und Frauen hätten bei dem Angriff «ihre Gesichtszüge verloren».

Ein weiterer Arzt spricht von 4000 Vertriebenen, die im Spital gewesen seien. Doch nun sei es «völlig verwüstet».

Situation im Spital «unbeschreiblich»

Nun berichtet das palästinensische Gesundheitsministerium in einem Facebook-Post über die Verhältnisse im Spital nach dem Raketeneinschlag im Israel-Krieg. Die Situation vor Ort sei «beispiellos und unbeschreiblich», erklärt Ministeriumssprecher Ashraf Al-Qudra.

«Ärzte führen Operationen auf dem Boden und in den Korridoren durch, einige davon ohne Betäubung. Viele Menschen warten noch immer auf eine Operation, und die medizinischen Teams versuchen, ihr Leben auf der Intensivstation zu retten.» Diese Erklärung auf Facebook wurde am frühen Mittwochmorgen veröffentlicht.

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Laut Ashraf Al-Qudra seien unter den Opfern viele Kinder und Frauen, die «ihre Gesichtszüge verloren» hätten. Viele der erlittenen Verletzungen «übersteigen die Möglichkeiten unserer medizinischen Teams».

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